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Presse
14.04.10
Empfindsam und energisch
Beim Tango gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man leidet mit der melodiösen Tragik oder
man lässt sich von Rhythmus und Energie mitreißen. Dem Duo "Tangotopia" gelingt am Sonntagabend bei
der Veranstaltung "Kultur im Rathaus" beides. Bei ihrem Programm "Tangomania" entführen die beiden
Musikerinnen Nikola Lutz (Saxofone) und Ina Henning (Akkordeon) ihre Zuhörer für knapp zwei Stunden
nach Argentinien.
Luftig und mit warmem, tiefem Klang spielt Nikola Lutz am Baritonsaxofon die ersten Tonfolgen
des bekannten Tangos "La Cumparsita" von Matos Rodriguez. Kombiniert mit Ina Hennings
Akkordeon-Begleitung springt sofort der Funke über. Das eingängige Tango-Motiv eint sich mit
souveränen Einzelleistungen der beiden Berufsmusikerinnen. Für den bewegten Teil des Tangos
wechselt die Saxofonistin die Instrumente. Rasante Läufe in sehr hohen Lagen spielt die Dozentin
der Musikhochschule Stuttgart auf dem Sopraninosaxofon lupenrein. Jeder Ton sitzt auch auf den
Tasten der studierten Akkordeonistin, die ihrer Kollegin an Virtuosität bei diesem Stück in nichts
nachsteht. Für das wiederkehrende Tango-Motiv treffen sich die beiden Musikerinnen wieder in
perfektem Zusammenspiel. Neben mitreißenden Rhythmen sorgt der Tango im Bürgersaal aber auch
für große Dramatik.
Wo Tango auf dem Programm steht, darf natürlich der Begründer des "Tango Nuevo", Astor Piazzolla,
nicht fehlen. Insgesamt zehn Stücke des argentinischen Komponisten interpretieren Nikola Lutz und
Ina Henning. Dabei stehen besonders die "Tango-Etüden 1-6" mit wechselnden Tempi und dynamischen
Verflechtungen für musikalischen Anspruch. Eine Herausforderung, die das sympathische Duo überzeugend
meistert.
anns
17.10.09
Die beiden außergewöhnlichen Musikerinnen Nikola Lutz am Saxofon und Ina Henning am
Akkordeon überraschten das Publikum vom ersten Ton an mit einer manchmal gefühlvollen,
manchmal energischen aber durchweg meisterhaften Darbietung.
Zu einem wahren Hörgenuss wurden die sechs "Tango-Etüden" von Piazzolla.
Beim rhythmisch diffizilen ersten Teil überzeugten das perfekte Zusammenspiel sowie
die sichere Verständigung der beiden Musikerinnen untereinander. Trotz Schnelligkeit blieb
Ina Hennings Akkordeonspiel sehr transparent und passte sich jeglicher dynamischer Veränderung
sofort an. Die klangliche Perfektion wiederum bezauberte die Zuhörer im ruhigeren zweiten
Satz mit ausdrucksvoller Melodieführung am Saxofon.
Tango ist sicherlich nicht nur Musik sondern auch ein Gefühl. Nikola Lutz und Ina Henning
(...) brachten sich selbst in diese emotionale Klangwelt mit voller Kraft ein.
BNN
Markus Wittig
01.12.2008
Selten hat man ein rundum stimmigeres und ansprechenderes Literaturfest erlebt.
Drei Autoren mit regionalem Hintergrund, zwei tolle Musikerinnen, ein entdeckungsfreudiges
Publikum und eine Moderatorin, die kenntnisreich durchs Programm führte - es passte alles.
Für den guten Ton sorgten Nikola Lutz (Saxophon) und Ina Henning (Akkordeon) mit ihrem
wunderbaren Duo Tangotopia. Die beiden verbinden Tango und Klezmermusik zu einem
außergewöhnlichen Sound, der die Melancholie der argentinischen Vorstädte mit
dem Lebensgefühl des ostjüdischen Schtetls vereint und dabei die ganze Bandbreite der
Gefühle von größter Fröhlichkeit bis zu tiefer Schwermut auslotet. Und was
Moderatorin Gudrun Fuchs an Tangotopia besonders lobte: "Die Musikerinnen rücken ihre
Geschichten von Sehnsucht, Liebe, Schmerz und Zerrissenheit ins Licht unterschiedlicher
musikalischer Traditionen."
Esslinger Zeitung
Alexander Maier
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